icons / 24px / close
Einstellungen erfolgreich gespeichert

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

Ereignisreiche Tage am Anfang Mai in Tann

Tann Pfarrverband am 04.05.2020

Vorlage-Tann

Ereignisreiche Tage am Anfang Mai in Tann

Die Wallfahrt zum Herrgott von Tann hat heuer gleich an drei Tagen eine Besonderheit erreicht. Am 01. Mai feierten die Tanner 75 Jahre Frieden in Tann. Aus der Kapitulation der ungarischen Streitkräfte in Tann wurde aus einer Niederlage ein Sieg für die Bürgerinnen und Bürger in Tann. Dies wurde zur historischen Stunde um 17.00 Uhr mit dem Glockengeläut gedacht. Um 19.00 Uhr feierte Pfarrer Wolfgang Reincke einen feierlichen Gottesdienst. Denn seit 75 Jahren stiftet der Marktrat eine Messe aus Dank für die glückliche Beendigung des Zweiten Weltkrieges. In seiner Predigt ging Pfarrer Reincke auf die Situation ab März 1945 ein, wo sich viele Flüchtlinge und eben die besagte ungarische Staatsführung in Tann sammelte. Wenn tausende von Soldaten an den Weiterbestand des „Tausendjährigen Reiches“ geglaubt hätten, wäre das für Tann das Ende gewesen. Viele schrieben die Einsicht der Verantwortlichen Kräfte dem Schutz des „Herrgott von Tann“ zu. Der nächste Tag wäre von der Pfarrverbandswallfahrt nach Altötting geprägt gewesen. Wegen der Ausgangsbeschränkung nahm Pfarrer Reincke den „Herrgott von Tann“ alleine mit auf die Wallfahrt und so wurde dieser Wallfahrtstag in der Begegnung der zwei großen Wallfahrtsfiguren in Tann und Altötting begangen: Die Gnadenmutter von Altötting begrüßt ihren Sohn im „Herrgott von Tann“ und nahmen die vielen Gebete der Gläubigen gemeinsam an. So stand bei der Hl. Messe um 08.00 Uhr am Gnadenaltar in der Altöttinger Kapelle auch das wundertätige Kruzifix aus Tann.

Der 03. Mai wurde ganz der Verehrung des „Herrgott von Tann“ gewidmet. In einer einsamen Prozession trug Pfarrer Reincke das Kruzifix in die Leonhardkirche hoch über Tann. Hier konnten sich viele mit ihm im Gebet verbinden. Am Abend wurde der feierliche Segen wieder im Stillen über den Pfarrverband, die Diözese und die Heimat Bayern gespendet. Wieder zurück in seiner Wallfahrtskirche, wurde der Herrgott von Tann vor dem Altar aufgestellt. In der Predigt wurde die Verschiedenheit der Sicht auf das wundertätige Kruzifix betont: einerseits als kulturgeschichtlich wertvolles Ausstellungsstück und anderseits als Mittelpunkt der gelebten Wallfahrt. Wie Papst Franziskus Ende März das römische Pestkreuz gegen die Bedenken der Kunsthistoriker in die Öffentlichkeit gebracht hat, so ist auch der „Herrgott von Tann“ aus dem „musealen Umfeld“ der Verehrung herausgetreten, um die Verbindung Gottes, des Glaubens und der Kirche mit allen Menschen sichtbar werden zu lassen. Der Glaube darf nicht etwas Privates, in sich abgeschlossenes sein, sondern muss immer das Leben des Menschen begleiten. So wurde in Tann trotz der notwendigen Einschränkungen die drei bedeutenden Tage sowohl in der Kirche als auch über das Internet historisch gefeiert.