Siebenschläfer 04/05

Siebenschläfer-April-Mai

April - Mai

Mei­ne ver­ehr­ten Verbands-Freunde,

Vor a paar Wochen hab ich mal wie­der an Kon­troll­gang durchs Pfarr­haus g‘macht und war a bis­serl ver­wirrt. Da war a Schnee­schau­fel aufm Klo. Also mal a Fra­ge von Nage­tier zu Mensch: Wenn i moi groß muass, dann sand des klo­ane schnu­cke­li­ge Kügerl. Is des bei euch anders? Dass es da glei a Schnee­schau­fel brauchts, hat mi echt überrascht.

I habs ja glei gsagt, aber da Pfar­rer hat ned ghört: Oa Viech, des glangt im Pfarr­haus (und des waar i !!), da brauchts koan Hund mehr. Nix wia Sche­re­rei­en mit dem Strub­blkö­ter. Grad weil der oiwei Tro­cken­fut­ter griagt, muass da Pfar­rer jetzt aa a laa­re Sem­me zum Früh­stück essn. Des war ja klar, dass des da Pfar­rer ned lang aus­hoit. Der hat den Hund glei a moi auf Kur gschickt. Bei seim Bru­der hats dann a paar Well­ness-Ange­bo­te gebn. 

Nei­lich hat a Schü­le­rin an Herrn Pfar­rer gfragt, ob er an Hund hat und ob der schee is. Da Pfar­rer hat gmo­ant: Na ja, schee is er ned!“ Des Diandl hätt boid s‘trenzn ogfangt: Wia kinn­an Sie ihren eigna Hund ned schee fin­den?!“ Des­wegn werd da Pfar­rer aa koane Schlei­ferl an Hund one bindn. Viel­leicht da Sim­böck, aber da Pfar­rer ned.

Im Pfarr­haus hats jetzt an neia Staub­sau­ga braucht. (I sag ja, da is der haa­ri­ge Hund schuid!). Da Pfar­rer denkt natür­lich an sei Haus­da­me“ und hat mit am Grinsn gfragt: Kann ma mit dem aa fliang?“

Schein­bar is da Pfar­rer bezüg­lich de Koch­küns­te miss­trau­isch wordn, weil zuletzt ham da Ort­ner (Prak­ti­kant) und da Sim­böck vorm Essn kostn miassn.

A paar werdns scho in da Zei­tung glesn ham, dass da Pfar­rer mit de Minis­tran­ten beim Schi­fahrn war. Aber wers ned glesn hat, hätts aa a so gse­hn, weil da Pfar­rer mitn Kopf de hoi­be Dach­rinn von da Berg­hüttn abg­räumt hat und des­halb a Mords­beu­le am Kopf ghabt hat. Obs über­haupt no moi auf de Hüttn der­fan, is ned gwiss, weil da Ort­ner mit seim Chil­li con car­ne a so auf­kocht hat, dass de Minis ziem­lich damp­fed haben. Der CO2 — Aus­stoß hat de Grenz­wer­te weit überschritten. 

I muass scho a moi a gro­ßes Lob für unse­re Kir­chen­ver­wal­ter aus­spre­chen. De briatn den ganz Haus­halt aus und biangs a so hi, dass oiwei passt. De Arbeit is so schwer­wie­gend, dass sogar an Stui beim Pfar­rer zsammghockt ham. Der muass jetz in den Etat nei. Mei, s‘huift ja do ned.

Ich wünsch euch a schee­ne Osterzeit. 

Euer Sigi