Siebenschläfer 03/04_2020

Siebenschläfer-Februar-März

Februar/März

Gott zum Gru­ße, wer­te Christen

Weih­nach­ten is ja jetz aa scho wie­da gefühlt weit weg“, aber wer sich no erin­nern kann, tra­di­tio­nell dau­ert de Weih­nachts­zeit bis Lichtmess. 

Pater Roy hat ogfangt: Zletzt hat er den Advents­markt in Tau­ben­bach eröff­net. Da hat er den Tipp griagt, er soi amoi a indi­sches Weih­nachts­liadl sin­ga. Aber da Roy hats bleim lassn: Da lau­fen ja die Leu­te davon, bevors rich­tig begon­nen hat!“ hat er gmoant.

Hin und wie­der minis­tri­ern a paar neue Minis­tran­ten. Pater Mathew wollt eana helfn und hat gsagt, se solltn läutn, wenn er sich ver­neigt. Da sich der Pries­ter in da Mess aber öfter ver­neigt, ham de Minis­tran­ten fast de gan­ze Mess durchgläut.

In Reut waar fast Weih­nach­ten aus­g­foin. Da Sim­böck hat des Krip­perl von da Kirch für de Schui aus­gliehn und grad nu aufn letzt Drü­cker hat er‘s wie­der zruck­bracht. Und de Tan­ner Minis­tran­ten ham beim Stern­sin­ger vor­be­reitn aa auf eam wartn mias­sn. Zum Glück ham de Mess­ne­rin Anni und de großn Minis­tran­ten selbst alles guad im Griff. Und sogar de Schui in Wal­burgskir­cha hat oamoi dreing­schaut, weil da Sim­böck ned da war. Der­weil war der auf Fort­bil­dung in Pas­sau und koana hats gwisst. Am End war de Fort­bil­dungs­lei­te­rin so fesch, dass er direkt draus kem­ma is.

Im Pfarr­bü­ro muaß i jetzt aa a wenig lang­sa­mer doa. Da is jetz a Neue da. Merkl hoassts, aber Poli­ti­ke­rin is koane, hams gsagt. I hab ja mei Mit­tags­pau­se im Büro in oam von de Schub­ladn drin gmacht. Aber da muaß i erst schaun, ob de Neue recht gschreckt is, ned dass des gan­ze Haus zsamm-schreit, bloß weil da a Nage­tier beim Locher drin hockt. Und außer­dem hats aa koane Hun­der­le­cker­li dabei, so wia d‘Gerti davor oiwei. Wenns mi grob ghun­gert hat, hab i immer gwisst, wos was zum Beißn gibt. 

Übri­gens: An Jim­my gibt’s immer no und es geht eam recht guad. Aber er bleibt no im Exil, weil dann bin i da Chef im Pfarrhaus.

Win­ter hats ja no koan ghabt, außer dass a paar moi gfread hod. Aber de Damen im Pfarr­bü­ro frierts trotz­dem oiwei in de Fiaß. De machan dann in da Fria immer glei an Socken-Con­test: Wer hat de Sche­en­an dabei? Wer hat de Wär­me­ren? Der­weil bin i immer no da sche­ens­te und wärms­te Woll-Wuz­zl im Pfarr­haus. A so a Pelz wie bei mir, hat da ein­fach an natür­li­chen Vorteil.

Oiso, doat’s ned z’wuid und brav bleim Euer Sigi