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Siebenschläfer 12/2020

Siebenschläfer

Februar/März

Der Sie­ben­schlä­fer

Griaß Euch alle miteinander,

Für mich is‘s scho rich­tig hart. Eigent­lich fangt jetzt ja da Win­ter­schlaf bei mir an. Hätt de Regie­rung eine kom­plet­te-Schlie­ßung ver­an­lasst, dann hätt i mei Ruah und könnt schla­fen. Aber so halb-halb is nix für mi: da bin i ned gscheid wach und schla­fen konn i aa ned. 

Ja dann, … muaß i Euch trotz­dem a paar Sachan berichtn, weil so oft kimm i gar nim­mer zu Wort. Könnt‘s euch no erin­nern — im Früh­jahr hams den Opfer­stock in Wal­burgskir­chen auf­bro­cha. Tja, des is des, wenn man a Mas­kn erwichscht, wo‘s Gum­mi-Bandl vui zu eng is. Dann schnürt‘s eben de Blut­zu­fuhr zum Hirn ab, dann machan d‘Leit so dum­me Sachan. 

Hat eigent­lich schon mal jemand an Pfar­rer ohne Mas­kn gse­hn? Der hat einen Bart im Gsicht, da bin i a nacker­ter Ratz dagegn. Gsagt hat er, dass dann ned so weh tuat, wenn er a Watschn griagt. Ja, ja, der arme Pfarrer.

Mitt­ler­wei­le ham mir ja scho lang wie­der Schui. Und da Pfar­rer is bei da drittn Klass drin. Aber kaum geht er in de ers­te Stund nei, scho muaß a Dirndl speim. War­um? Des woaß i aa ned, des kinnts eich sel­ber denga.

An Sim­böck ham de Schü­ler aa glei am Anfang aus­fragn miaßn. Ob er ver­hei­rat is, woll­tns wissn. A And­rer hat glei gsagt: Frei­lich is er ver­hei­rat. Er braucht ebban, der kocht und de Probn kor­ri­giert.“ Naja, meistns kann er sich scho sel­ber hel­fen, da Sim­böck. Hin und wie­der bind i eam de Schuh­bandl, dass eam ned so oft schmeisst.

Ja, de gua­de See­le im Pfarr­haus, de Regi­na, mit der is aa immer was los. Zletzt hat si sich a wenig zsamm­richtn lassn im Kran­knhaus, dass des Gstell wie­der bes­ser lauft. Da hat‘s da Pater Roy ange­ru­fen und scho hat‘s ihr an Puls auf­fe ghaut. Des is hoid des, weil da Pater Roy immer so flott unter­wegs is. Kennt‘s ihr eigent­lich no an Mac Gyver? Der aus jedm Zeigl a super Maschin baut hat? Grad so wia d‘Regina. Im Vor­über­geh hat‘s a hal­ber­te Nah­ma­schin aus der Hosn­taschn zau­bert und an Pfar­rer sei Sacko gflickt. Ois wie­der wia neu.

Wisst‘s was? Oans hab i Euch scho vor­aus: I kann jedn Tag ins Pfarr­bü­ro geh und griag manch­mal sogar an Keks. Weil im Büro sitzt des Got­tes­ge­schenk! Des is a Traum für mi. Doro­thea hoast ja Got­tes­ge­schenk — und kurz sagt ma hoid Doris dazua. Haus­auf­gab für Euch: Wann hat de Doro­thea Namenstag?

Ois Gua­de, und bleibts gsund. Euer Sigi