Siebenschläfer 02/03

Siebenschläfer-Februar-März

Februar - März

Neu­es Jahr, neu­es Glück,

Oder soll i bes­ser sagn: Neu­es Jahr, neu­es Auto. Ja, unser Herr Pfar­rer hat jetzt sei oide Blech­büchsn gegen ein Auto ein­ge­tauscht. Irgend so a asia­ti­sches Wagerl, des so hoasst wia de Vie­cher im Stall. Und der kann sogar a paar Ton­nen ziang — obwoi, i hätt ned gmo­ant, dass da Pfar­rer zuletzt so zuagnum­ma hätt, das er so a drumm Auto brauchad.

Wenigs­tens kann er damit aufm Schnee gscheid fahrn. Da hat da Sim­böck a weng aus­lassn. Hats a bis­serl gschneibt, scho ist er de Kurvn bei da Tau­ben­ba­cher Kir­che nim­mer auf­fe­kem­ma. Ja wenn i des so hör, da miass ma ja froh sei, dass ned ganz Tau­ben­bach wegen Lawi­nen­ge­fahr gsperrt ham. 

I sel­ber wollt ja gar ned raus­geh in de letz­ten Wochen. Mir hats da zvui Schnee ghabt — da geh i ois klo­ans Nage­tier ja kom­plett unter. Und i glaub dem Pater Mathew war der Schnee aa zvui. Er hat so vui schau­feln mias­sn, dass er vom Häusl aus­se­kem­ma is und dann hat er no Blasn an de Händ griagt. Und de Woch drauf hats glei wie­der gschneibt. Zum d‘erbarma; in Indi­en gibt‘s hoid koan Schnee. Mia könntn fürn Pater Mathew a Trai­nings­pro­gramm zsamm­stelln. Wenn er jede Woch oamoi zur Stall­ar­beit ein‘teilt wird, dann griagt er koa Blasn mehr an de Händ. Viel­leicht find si jemand, der eam brau­cha kann.

Man kanns kaum glaubn, aber Pater Mathew hat de Geschwin­dig­keit beim Auto­fahrn ent­deckt. Fahr schnel­ler!“ is sei Mot­to — aber eben nur als Bei­fah­rer — aufm Bei­fah­rer­sitz dad er Gas gehm.

I hätt so gern bei dem Kegel­welt­re­kord mitgmacht. Aber des is vui z‘gefährlich gwesn. Da wenn i oamoi ned auf­pass, dann dabatzt mi de Kugl. Da muass i von da Weitn gratuliern.

I hätt jetzt an Pfar­rer gfrogt, ob er mir ne a neue Hams­ter­hüttn schnitzn kann. Weil er hat ja an Motor­sägn-Kurs gmacht. Des wär eine Klei­nig­keit und i hätt a sche­ens Häusl. Aber wega sei­na vui Arbeit hab i ned Recht griagt. Er hat gmo­ant, wenn i lang frech bin, dann pro­biert er aus, ob er mit‘m Gwehr no was trifft. Dann war i hoid wie­der staad. Mit de Klo­ana kann ma‘s ja macha. Mei, dann geh i hoid de nächs­te Zeit mehra zum Frau­en­bund. Auf de kann ma si ver­lassn, de neh­man so an klo­an Dawuzltn wia mi aa auf. Viel­leicht grault mi no ebba hin­term Ohr, des wär schee.

Oiso, doat’s ned z’wuid und brav bleim 

Euer Sigi