Siebenschläfer 06/07

Siebenschläfer-Juni-Juli

Juni - Juli

Hal­li-Hal­lo, grüß Euch

Die Son­ne scheint, das Herz ist froh, wie der Sie­ben­schlä­fer im Hafer­stroh.“ Ihr merk­ts scho, dass mi da Hafer scho a wenig sticht. Da is erst des hal­be Jahr rum und was mir scho alles gfei­ert ham: Frau­en­bün­de, Feu­er­wehr, Hoch­zeit, usw. Da geht‘s rund.

Wenn ma scho bei ste­chen“ sand: An Pfar­rer hat‘s jetzt aa a moi dawischt. Wie er si um sei­ne Bie­nen geküm­mert hat, hams eam ordent­lich an Kopf gsto­cha. Falls jetzt jemandn da Pfar­rer zuletzt recht groß­kop­fert vor­kem­ma is, jetzt wisst‘s es ja, war­um. Bie­nen sand halt koane Streichltiere. 

Ja, des mit de Bien­chen und Blüm­chen brauch i euch ja ned erklärn, oder? Weil nei­lich hat unser Franz (Prak­ti­kant) sei Lisa ghei­rat. Ob jetzt de flei­ßi­ge Wall­fahrt mit sei­ner Frau zu tun hat, des woaß i ned. Auf alle Fäl­le hat er schein­bar was abbü­ßen mias­sn, weil er is mit so schlech­te Schuh mar­schiert, dass er in Alöt­ting gar koa Soh­le mehr drauf ghabt hat. Übri­gens — da hat‘s schein­bar an gehei­men Ibiza“-Handel gege­ben: Beim letztn Herz-Jesu-Fest habn da Franz und sei Lisa minis­triert, dafür habn dann de Senats-Minis­tran­ten bei da Hoch­zeit vom Franz an Altar­dienst gmacht.

Im Pfarr­bü­ro geht‘s aa all­wei rund. Ham‘s nei­lich a neis Mot­to vor­bracht: Beim Arbei­ten frie­ren und beim Essn schwitzn.“ De soin a moi Kerndl fressn, so wia i, dann wissadn‘s was a Arbeit beim Essn is.

Und nei­lich hat‘s aa nu gho­assn: Mia brauchan uns nim­ma schmin­ken, des wär dann scho eher Scha­dens­be­gren­zung.“ I ver­steh ned, was de moanan. Unse­re Damen vom Büro sand ja des blü­hen­de Leben selber.

Es wisst‘s es ja eh, wie‘s sand, de Mädls. A mords Wol­le aufm Kopf und dann schaun‘s wie­der aus wia grupft. Was dad‘n da i sagn? I hab aa a mords Wol­le, aber bei mir is ois schee nachm Strich gschleckt. Was ma da oiwei so an Auf­wand braucht? Aber da hat mi da Pfar­rer über­rascht. Und i woas ned, wie er des macht. Kaum hat a moi so a Minis­tran­tin in de Rund‘n gfragt: Hat jemand für mi an Haar­gum­mi dabei?“ Scho hat da Pfar­rer oan raus­zo­gn und her­gem. Moant‘s es, dass da Pfar­rer heim­lich an Haar­gum­mi in de Haar nei­duad? Hmm — des glaub i ned. Aber mehra woas i aa ned.

Unser Pater Roy schaut doch aa guad aus, oder? Und er duad aa was dafür. Er ver­zählt am Pfar­rer, dass er unlängst spa­zi­ern ganga is. Dann hat‘s am Pfar­rer prompt aus­segrissn: Was? Frei­wil­lig?!“ Mei so is‘s hoid: Für den, der‘s mag, is‘s des Höchste.

Fesche Grü­ße Euer Sigi