Siebenschläfer 10/11

Siebenschläfer-April-Mai

Oktober - November

Grüß Euch, ver­ehr­te Pfarrverbandsinsassen,

I find ja Hosen­trä­ger super — übri­gens die gibt’s seit dem 18 Jahr­hun­dert. I wenn koane Hosen­trä­ger hätt, miaß­ade de Hosen stän­dig fest hoitn. Mei Hüftn is eben a bis­serl gwam­pert. Unser Herr Pfar­rer is ja rank und schlank, aber an Hosen­trä­ger braucht er aa manch­moi. An einem schö­nen son­ni­gen Som­mer­tag hat er sich in die idyl­i­sche Ruhe zurück­ge­zo­gen und hat mit Hosen­trä­ger geschlum­mert. Ein paar net­te wei­ße Streifn auf roter Haut warn der Erfolg. Mei de oana täto­wi­ern sich, der­weil gangs so ein­fach mit der Körperbemalung.

Nei­lich hat da Pfar­rer a paar Sachan in a For­mu­lar ein­tragn. Wie er so dahin­ar­bei­tet, kimmt sei Fami­li­en­stand vor und er sagt ledig“! Pater Roy reagiert promt, als obs da a Unsi­cher­heit gäb: Das hof­fen wir!“

Wenn da Pfar­rer am Schreib­tisch sitzt tau­chen manch­mal so Theo­ri­en auf. Nei­lich war a ganz a wich­ti­ge dabei: Wenn de Leber nix zu tun hat, dann macht sie Blöd­sinn, zum Bei­spiel pro­du­ziert sie Cho­le­ste­rin.“ Es gibt zwoa Fol­ge­run­gen dazua: Also de Leber brauch was zu tun. Und de Jugend­li­chen auch, weil sonst dene aa immer a Blöd­sinn einfoid. 

Wie der Pfar­rer mit de Minis­tran­ten im Schwimm­bad war, hat vor lau­ter Stress drin­gend was zum Essn braucht. Mit ana ordent­lichn Por­ti­on Pom­mes hat er des recht gmacht und dabei dann den Stui platt gmacht. So ein Plas­tik­gartnstui hat ein­fach aa sei Belas­tungs­gren­ze. Aber aa beim Sim­böck miass ma a wenig mitm Essn sparn, der hat an Stui im Klos­ter dadruckt. Wenns a so wei­ter geht, dann kemm­ans uns ganz schee teu­er, de zwoa.

Aber dene zwoa hats eh scho wie­der eini­ges abag­rissn, des gan­ze Grausn im Zelt­la­ger kost a Gwicht. Sie ham eana scho wie­der de Fah­ne gstoin. Ja passn de gar ned auf? De Kel­lerts warn nur zu zwoat mit Kind und hams locker dawischt. Ja sowas.

Manch­moi is gar ned so schlecht, wenn ma nim­mer ganz so guad hört. Wie a moi a Hoch­zeit war bei uns in da Kirch, hat eine mords aus­ge­bil­de­te Sän­ge­rin a Liadl zum Bestn gehm. Dabei hat a Kind zu sei­ner Mam­ma gsagt: Wann hört de jetz mitm Schrein wie­da auf?“ Ned jeda Gesang is glei a Wohl­klang. I sel­ba sing ja aa ned. So a Hams­ter-Quiet­sche­r­ei ver­tragt ja aa ned a jeder.

Ja, dann lassts euch ned drausbringa 

Euer Sigi